ADHS

ADHS im Erwachsenenalter

Weiterführende Fakten zu ADHS finden Sie bei meinem Vortrag ADHS und Sucht.

Und hier geht es zum Online Kurs für AD(H)S bei Frauen. 

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung) zeichnet sich durch ein durchgehendes Muster an Unaufmerksamkeit, Überaktivität (bei Erwachsenen oft Innere Unruhe) und Impulsivität aus. Bei ca. 65% der Kinder mit ADHS bleibt die Erkrankung bis in das Erwachsenenalter bestehen, womit etwa 2 bis 4,5% der Erwachsenen die Diagnose ADHS aufweisen. Leider ist es oft nicht leicht für die Betroffenen zu einer korrekten Diagnose oder Behandlung zu kommen. Wenn die Hyperaktivität nicht, oder nur wenig vorhanden ist, spricht man auch von ADS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung). 

Mittlerweile wird ADHS/ADS oft zum Bereich der Neurodiversität hinzugezählt. Dies bedeutet einen Schritt weg vom Störungs/Krankheitskonzept, hin zu einer Entwicklungsvariante.

  • Typische Beschwerden sind:
    Schwierigkeiten beim Fokussieren der Aufmerksamkeit
    Übermäßiges Aufschieben von unliebsamen Aufgaben (Prokastrinieren)
    Innere Unruhe oder Bewegungsdrang
    Unpünktlichkeit
    Schlecht warten können
    Impulsive Handlungen

Oft kommt es auch zur Entwicklung einer Depression, einer Angsterkrankung oder zum Substanzmissbrauch.

Frauen und AD(H)S

Die klassischen Diagnosekriterien wurden aufgrund des Erscheinungsbildes bei Buben definiert. Mädchen mit ADHS fallen oft weniger auf und haben häufiger die Unaufmerksamkeitssymptome bzw. innere Unruhe. Bei Frauen kommt es dann im weiteren Verlauf oft zu niedrigem Selbstwert und Kompensationsstrategien, welche die eigentliche Symptomatik maskieren. Auch der Zyklus hat oft einen großen Effekt auf die Symptomatik. 
Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang auch das Buch: Die Welt der Frauen und Mädchen mit AD(H)S.

Und hier gibt es ein Interview von mir über ADHS und Zyklus.

Behandlung

Medikamentös wird zumeist mit gutem Erfolg Strattera© (Atomoxetin) oder eine Methylphenidatverbindung wie Ritalin© eingesetzt. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit einer Behandlung mit Amphetamin (in den USA bekannt als Adderall©). In speziellen Situationen kann auch reines Dexamphetamin oder als neueste Behandlungsoption Elvanse© (Lisdexamfetamin) eingesetzt werden. Gerade die 2 letzten Behandlungsoptionen (bei denen der eigentliche Wirkstoff Dexamphetamin ist) weisen eine oft bessere Verträglichkeit als Ritalin© oder Strattera© auf. Als Off-Label Use ist in Fällen wo die Stimulantien und/oder Strattera© nicht gut vertragen werden Modafinil (Modasomil©) oft eine gute Option.

Neurofeedback bietet sich als wissenschaftlich fundierte nicht-medikamentöse Option an, welche ich auch anbiete. Näheres dazu finden Sie hier.

Ein Coaching kann hilfreich sein, um Organisations- und Planungsstrategien, sowie einen besseren Umgang mit Ablenkbarkeit und Emotionen zu erlernen.

Für Student:innen mit ADHS sind oft angepasste Prüfungsbedingungen hilfreich, um das Studium erfolgreich absolvieren zu können.

Bei Fragen oder zur Anmeldung können Sie mich hier kontaktieren.

Hilfreiche Links

Psychologische Testung auf Kasse:

Mag. Claudia Poje
Dr. Susanne Binder

Wahlpsychologie (Teilrückerstattung):

Oskar Höllige-Loschan, M.Sc.
Mag. Barker-Benfield
Phobius Zentrum Wien

Testung auf Autismus:

Dr. Kathrin Hippler

Zyklusberatung für Frauen* mit ADHS:

Natascha Herrmann

Weiterführendes zu ADHS:

ADAPT
Team ADHS
adhspedia
ADxS

Und Autismus:

Autistenhilfe
Specialisterne (Ausbildung und Jobvermittlung für neurodivergente Personen)

Hilfreiche Apps:

Headspace – Meditationsapp
Neuronation – Gehirntraining
Focusmate – Virtuelles Coworking bei Prokastrination
Inflow – Psychoedukation und Coaching